
Noch ein Umzug? Bitte nicht in diesem Jahr! Umzüge haben in den letzten Jahren mein Leben und meine Familie geprägt. Auch in unserer Gemeinde gab und wird es den einen oder anderen Umzug geben. Und seien wir ehrlich: In euren Familien ist das Thema sicherlich auch aktuell. Hier in Australien nicht zuletzt weil die Mietverhältnisse sehr unsicher sind und Menschen oft umziehen müssen. Umzüge sind ein Wechselbad der Gefühle. Vor allem, wenn man sich entscheiden muss: Was kommt mit? Welcher Esstisch darf bleiben? Die alte Kommode aus dem Familienerbe? Und die Bücher! Ach, die Bücher …
In den letzten zwei Jahren haben wir zweimal Kontinente gewechselt, zweimal unseren Haushalt aufgelöst. Das Ergebnis? Mein Leben passt in zwei Koffer. Das ist gleichermaßen bedrückend und befreiend. Bedrückend, weil es zeigt, wie viel wir zurücklassen müssen. Befreiend, weil es uns daran erinnert, was der Herbäerbrief sagt: „Wir haben hier keine bleibende Stadt.“ Im Matthäus 6,19-21 lehrt Jesus uns: „Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, wo Motten und Rost sie zerstören und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie zerstören und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“
Hier hätte auch Paulus’ Rat gut gepasst: „Prüft alles, das Gute behaltet.“ Beim Umzug ein praktischer Tipp. Aber wenn wir genauer hinschauen, ist es eine Lebensweisheit für alle Bereiche des Lebens – und ein tolles Motto für das neue Jahr 2025!
Dieser Satz stammt aus einem Brief, den Paulus an die junge Gemeinde in Thessaloniki schrieb. Die Stadt war ein Kultureller Brennpunkt, voller Ideen und Herausforderungen. Ein Ort, an dem die Welt auf den Kopf gestellt schien – ähnlich wie heute. Paulus wusste: In einem solchen Chaos braucht es Orientierung, Gelassenheit und Entscheidungsfreude.
„Prüft alles“ – das klingt wie ein Sieb für unsere Zeit. Von Supermarktregalen über die Inhalte im Netz und im Brot, bis hin zu den großen Lebensfragen: Was ist wirklich wichtig? Welchem inneren Kompass folgen wir, wenn alles gleichzeitig glänzt und dröhnt? Paulus gibt uns einen Rat, der heute aktueller ist denn je: Schau genau hin, aber lass dich nicht täuschen. Haltet fest, was dem Leben dient – was Frieden, Respekt und Würde fördert. „Behaltet das Gute.“ Klingt einfach, ist aber eine Kunst. Es fordert Mut, sich von Altem zu trennen, und zugleich Wachsamkeit, Neues kritisch zu prüfen. Dabei ist der Maßstab klar: Jesus und seine Werte. An ihm orientieren wir uns, wenn wir entscheiden, was wert zu behalten ist.
So ist etwa das Leitbild der Johannesgemeinde ein ähnlicher Kompass: „Liebe Gott, liebe deinen Nächsten und mache einen positiven Unterschied.“ Es ist erstaunlich, wie wenig wir tatsächlich brauchen, um ein sinnerfülltes Leben zu führen – das gilt für unsere Haushalte ebenso wie für unsere Herzen.
„Prüft alles.“ Gerade in einer Welt, in der einfache Antworten auf komplexe Fragen immer lauter werden, brauchen wir geistige Wachsamkeit. Hinterfragt kritisch, seid aufmerksam. Aber genau darin liegt die Freiheit: Wir dürfen ausprobieren, nachdenken und wählen, was uns und unsere Welt voranbringt.
Am Ende bleibt die Entscheidung unsere eigene – mit allem Risiko, aber auch mit der Freude, die Freiheit und Vertrauen in Gott mit sich bringen.
Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes, inspiriertes und entschlossenes Jahr 2025!

wohne ueber 50 jahre in den USA’ bin aber in der Deutschen Gemeinde in Springvale getauft worden.Ich werde Australien nie vergessen es war die schoenste Zeit in meinen Leben.
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Wie spannend, vielen Dank für ihre Nachricht und ganz herzliche Grüße aus Springvale.